boso ABI-system 100

Ergänzend:

Die Pulswellengeschwindigkeit.

Die Pulswellengeschwindigkeit (engl.: PWV | Pulse Wave Velocity) ergänzt
die Diagnose einer PAVK und ist ein Maß für die arterielle Gefäßsteifigkeit.

Das boso ABI-system ist optional auch mit dieser Messfunktion erhältlich, bei welcher zusätzlich die Pulswellengeschwindigkeit (ba) beidseits gemessen und daraus die Pulswellengeschwindigkeit (cf) kalkulatorisch ermittelt wird.

 

Schaubild zur Software

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Mit zunehmendem Alter sowie unter dem Einfluss weiterer, insbesondere klassischer kardiovaskulärer Risikofaktoren kommt es zu einer Zunahme der Gefäßsteifigkeit. Dabei führt die Zunahme der arteriellen Gefäßsteifigkeit ihrerseits zu charakteristischen Veränderungen der Hämodynamik. Die Entwicklung der arteriellen Hypertonie im mittleren und fortgeschrittenen Lebensalter ist eng mit der Zunahme der arteriellen Gefäßsteifigkeit verknüpft.

 

Die Untersuchung der arteriellen Gefäßsteifigkeit liefert wertvolle Hinweise auf das Vorliegen von funktionellen Veränderungen der arteriellen Gefäßfunktion. Die Pulswellengeschwindigkeit hat einen hohen prädiktiven Wert für das Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen. Dabei ist der prädiktive Wert dieser Messgröße den klassischen Risikogrößen, wie z.B. Blutdruck und Alter, überlegen.

 

Beim Management von Patienten der arteriellen Hypertonie erweitert die Untersuchung der Gefäßsteifigkeit die Quantifizierung des kardiovaskulären Risikos und markiert das Vorliegen eines hypertensiven vaskulären Endorganschadens. Entsprechende Empfehlungen zur Untersuchung der arteriellen Gefäßfunktion wurden in die letzten Empfehlungen der Europäischen Gesellschaften für Hypertonie (ESH) und Kardiologie (ESC) zum Management von Patienten mir arterieller Hypertonie aufgenommen.

 

Der Grenzwert für das Vorliegen eines manifesten Endorganschadens ist eine Pulswellen-­geschwindigkeit (cf) von 10 m/s. Laut aktuellen Hypertonieleitlinien gelten als therapeutisches Ziel für diese Patienten niedrig-normale systolische Blutdruckwerte. Es empfiehlt sich darüber hinaus eine gründliche kardiovaskuläre Evaluierung sowie ein konsequentes Management aller kardiovaskulären Risikofaktoren.

 

Quelle: DeGAG | Gesellschaft für Arterielle Gefäßsteifigkeit Deutschland-Österreich-Schweiz e.V.